Tina Zimmermann ist freischaffende interdisziplinäre Künstlerin und lebt und arbeitet heute in Berlin. Sie ist hauptsächlich im Bereich neue Medien, Skulptur und Projektionskunst tätig.
Ihre künstlerische Ambition und Faszination besteht in der kreativen Verbindung von Natur und Technik- in der Verarbeitung von ursprünglich analogem, organischem Bilmaterial mit digitalem Werkzeug, entdeckt sie ungewohnte digital-naturale Ästhetiken, die über das angebrochene biotechnische Zeitalter reflektieren. Je mehr der Mensch seine Technik und Kultur weiterentwickelt um so stärker erinnert er sich doch auch an sein Teilsein und seine Bewunderung für die Natur. Durch die neue Technologien werden nun immer mehr unglaubliche und uralte natürliche Prozesse und Systeme des Lebens und deren materielle Ästhetik sichtbar-. Ich benutze die aktuelle Medientechnik um durch eine technologisch-visuelle Erfahrung auf eben diese Genialiät der Natur in Bezug auf ihr Design, ihre Formem und Funktioenn aufmerksam zu machen.
Tinaz studierte zunächst Industrie Design am Art Center College of Design in der Schweiz und Los Angeles. Nach dem Abschluss des Studiums 1995 arbeitete sie in San Francisco in einem internationalen Designbüro. Nach und nach begann sie ihre Computergraphik- und 3D-Erfahrungen, die sie im Designberuf erlangt hatte, auf freiere künstlerische Projekte anzuwenden.
Im Winter 2000 schloss sie ein weiteres 3-jähriges Studium in Interdisziplinärer Kunst an der San Francisco State University mit einem Master of Creative Arts ab; hier spezialisierte sie sich auf digitale Medien und Skulptur.
Als Art Director von San Francisco’s Electronic Music+Arts Label Ceiba Records ist sie seit 1995 für Graphic Art, Event Visuals und Webdesign tätig.
Sie nutzt heute die vielseitigen Ausdrucksmöglichkeiten des digitalen Mediums und stellt nun- ausgehend vom stets selbst erfassten Grundbildmaterial- Digitale Collagen, Videos, Animationen, Webart und Medienskulpturen her, die in verschiedenen Anwendungsbereichen (Kunstinstallation, Event visuals, Corporate environments, Internet, Videoproduktion etc.) eingesetzt werden.
Inhaltlich basiert ihre Arbeit auf der intensiven Erfahrung von Natur in ihrer endlosen Vielfalt an Formen, Farben und Dynamiken, sowie auf deren künstlerische Rekontextualisierung durch digitale Medienverarbeitungs- und Darstellungsformen.
Die Vielfalt der Naturstrukturen in ihrer zyklischen Vergänglichkeit und endlosen Vielfalt, die sie mit digitaler Video und Fotografie einfängt, erlebt sie als ästhetisch faszinierender, variationsreicher und vollkommener, als jegliche von Mensch oder Maschine geschaffene Kunst oder Maschine.
Wasserbewegungen, Wolkenstrukturen, Steine, Federn, Blätter, die sie an den Stränden, in den Wäldern und Wüsten Kaliforniens und der Welt sammelt und aufzeichnet, sind ihr sich endlos erneuerndes Quellmaterial. Dieses reinterpretiert sie in ihren Medien- und Skulpturarbeiten als abstrahierte visuelle Elemente, herausgelöst aus ihren natürlichen Umwelten, Proportionen und Erfahrungskontexten. Dies ermöglicht persönliche subjektive Assoziation und Neuerfahrung der organischen Materie als Kunstform und schafft eine optisch beruhigende Alternative zur urbanen, artifiziellen Bilderflut.
Tina Zimmermann’s Arbeiten wurden bisher in den USA, Deutschland, Schweiz, Australien, Portugal, Holland und Japan gezeigt. Neben ihren Kunstausstellungen arbeitet sie seit 2001 verstärkt als VJ auf internationalen Techno/Trance/Dance Culture Festivals, wo sie ihr ständig wachsendes Material stets auf spielerisch-technische Weise im Live-Video-mix neuinterpretieren und komponieren kann.
Im Dezember 2002 veröffentlicht Tina Zimmermann in Zusammenarbeit mit ihrem Label Ceiba Records eine erste Ambient Visuals DVD namens "Visitation - ambient adventures insight and sound".
In diesem Produkt wird zum ersten Mal ihre Naturmedienkunst und die Videokunst anderer ihr nahestehender Medienkünstler aus Berlin und San Francisco der Öffentlichkeit zum Genuss zu Hause zugänglich gemacht.
Die “Visitation” DVD bringt das Konzept des non-narrativen Entspannungssehens und hörens von den Dance-und Chill-Out Floors der Clubkultur in die Wohnzimmer und auf die privaten Fernsehbildschirme und fordert zur Reevaluierung des Verständnisses von Fernsehen und Unterhaltungsmedium auf.
Es wird subtileres, abstraktes, organisches und symbolisches Bildmaterial geboten, das einen assoziativen Raum in der Wahrnehmung des Betrachters enstehen lässt und so eigene Gefühle und Gedanken herausfordert, ähnlich denen, die beim Betrachten eines Werkes im Kunstkontext entstehen.