jan 08, 2000
Sternenzeit 22.2102
Der Agent
Text by Soltek
Ilu by Felix
(taken from mushroom magazine #59 oct 99)
Die unheilige Allianz hatte ihren Agenten hervorragend platziert.
Die Kreise der Eingeweihten und Erleuchteten wurden in die tiefschwarzen Idyllen der Pußtavortäler gelockt und erwarteten in den verlorenen Weiten der Ostwelt die große Transmission.
Alle Psychonauten waren somit von den Hauptschauplätzen abgezogen und das Gros der Menschheit verlor den spiridelischen Beistand, so daß im Moment der schwarzen Segnung nur willfähriges und leicht zu erntendes Luschmaterial am Start war.
Dank der Unkenntnis der Geschichtslage übersahen die Verschwörer jedoch die mächtigen sieben Burgen, die seit alters her die westliche Energiegrenze definierten und dank ihrer unendlichen Unsensibilität hatten die Tölpeljecken die Aufmerksamkeit der allgegenwärtigen Mutter nicht auf dem Plan. In der unmittelbaren Folge fing der abschirmende Burgenhalbkreis den fehlgeleiteten Energiestrahl der schwarzen Sonne wieder ein und feedbackte ihn als turbofocussierte Resonanzschwingung in das kristalline Netzwerk der wohlwollenden Herzen.
Das globale Geschehen erhielt eine zusätzliche unbelastete Dimension und die kollektive emotionale Seele konnte auf eine deutlich höhere Oktave katapultiert werden. Insbesondere die subversiven wahren Freunde des stählernen Lichts
profitierten von dieser Verdrehung und schufen ein eigenes Energieauffanglager von größter Schönheit. Das heilige Wasser war ihr Freund und sie hatten maximalen Spaß, währenddessen sich die weniger erleuchteten Experten mit basischakrabezogenen Überlebenstrainingseinheiten herumzuschlagen hatten.
Doch unter den aufrichtigem Schutz der Kampfstation Alpha war es den versammelten Magiern aus der ganzen Welt eine freudige Ehre, ein aufrichtiges Energienetz über die Täler der Welten zu spannen, die Survivors of space in einen wahrhaft kosmischen Orgasmus zu führen und durch Schaffung dieser Parallelwelt die Pläne der Superidioten äußerst gekonnt zu durchkreuzen.
Die Freuden des ewigen Frühlings waren in aller Sinne, jeder beantragte
einen Heimplatz in den Ländereien des ewigen Glücks und keiner dachte mehr an eine Apokalypse. Das heilige Sofa zeugte Kinder der Gemütlichkeit und unterwies sie in unbekannter Sternenkunde; die Ufovermietung war ruckzuck ausgebucht und um sie herum brandete das Raunen der friedlich vereinten Völker aus dem Meer der gemeinsamen Liebe.
Die Tempeltänzerinnen taten ihr Bestes und das Beste war besser als alles was die Welt zuvor gesehen hatte! Die Gesichter zerschmolzen vor Glück und himmlische Freude war allgegenwärtig, so dass es der Energiegöttin zuviel wurde. Wie oft wurde in der Vergangenheit auf diese Notwendigkeit hingewiesen, aber nun rächte es sich, das sie das Energietraining sooft geschwänzt hatte - ihr Ausfall war nicht zu kompensieren. Zwar tat das mächtige Orakel sein Allerbestes und veranlasste des großen Zähmung, aber die Unschuld der Herzen war verschwunden - zurück blieb die Erinnerung.
Die Helden zogen sich zurück in die Höhlen der Einsamkeit und waren sich darüber einig, das sie das Wesen der Erdlinge eigentlich noch nie richtig verstanden hatten.
Warum stehlen sie ihren eigenen Kindern die Lieder; warum verraten sie das was ihr Liebstes sein sollte? Warum sollte man sich überhaupt noch Mühe geben?
Wer ein ermutigendes Geheimnis der Liebe kennt, informiere unbedingt & sofort:
Sternenzeit@chaishop.com!
Trotz allem einen guten Morgen!
Soltek