aug 9-15, 1999 |
|
|
Die VELQUE-Fahne wird aufgehängt, das Message-Board installiert. Es
ist heiß, fürchterlich heiß. Man schwitzt vor sich hin, selbst wenn
man gar nichts tut. Als dann die Sonne untergeht, wird die Temperatur superangenehm, aber
das ist die Stunde der Moskitos, sie gehen zum Angriff über. Die Stiche
jucken zwar etwas, sind aber nicht allzu schlimm.
Im kleinen Zirkuszelt läuft geniale Musik und einige hundert beginnen
schon zu feiern. Man merkt deutlich, was die Leute für eine Energie mitgebracht
haben, die nur darauf wartet, aktiviert zu werden. Erwähnenswert sind
auch die wundervollen Schwarzlichtgemälde in diesem Zelt. Superschön.
Auch von anderen Stellen des Geländes schallt der Trance. Um einem Stand nahe
der Main-Area tanzen an die 80 Leute. Als ich näher komme, sehe ich, dass
die Anlage an ein paar Autobatterien angeschlossen ist, welche durch eine
Lichtmaschine nachgeladen werden, die wiederum an ein Hometrainer-ähnliches
Fahrrad montiert ist. Stellt Euch das Bild vor: Da strampelt einer schwitzend
auf dem Fahrrad, während 80 Leute um ihn herum tanzen und ihm immer wieder
Wasser reichen und ihn anfeuern. Geil.
Was für ein Abend, die Leute spazieren herum, sehen sich das Gelände
an, bleiben bei der einen oder anderen kleinen Party hängen. Vorfreude
auf die bevorstehende Partywoche und natürlich auf die Eclipse. Ein Flair
der Internationalität hängt in der Luft.
Montag, 9.8.99
Das Gelände ist gut besucht, aber Platz ist reichlich vorhanden. Eng
ist's höchstens am Eingang. Einige fragen sich, wo ist eigentlich der versprochene
See? Zeit, mal ein paar organisatorische Sachen zu klären. Die ursprüngliche
Location mit dem See wurde einige Wochen vorher von dem Besitzer gekündigt,
weil er durch die Vielzahl der Leute ein Umkippen des Sees befürchtete.
Das Tal des Schafbauern ist die Ausweichlocation, leider ohne See. Es wird
aber ein Shuttle-Service zu einem nahegelegenen Badesee mit Pferdekutschen
eingerichtet, was aber leider was kostet.
Auch sonst gibt es einige Pannen und Problemchen, aber im Grossen und
Ganzen - vor allem, wenn man die besonderen Umstände eines Festivals in
dieser Größenordnung berücksichtigt - ist es ganz gut gelaufen.
Sicher, die Main-Area hätte noch einiges mehr an Deko vertragen können, auch
im Vorfeld gings recht stressig zu, weil keiner einen Plan hatte, wo was aufgebaut werden soll.
So musste auch der Spacegarden zweimal umziehen, weil es sich Shakespeare oder einer seiner Gehilfen
wieder anders überlegt hatte.
Eine organisatorische Meisterleistung hat Shakespeare da sicherlich nicht vollbracht
(aber immerhin ist er das Wagnis eingegangen, so ein Festival zu iniitieren!)
Dass die Solipse trotzdem klasse wurde, ist der Energy und dem Spirit der Fraggles aus aller
Welt zu verdanken.
Es gibt zwei Bauten mit je 20 Duschen (und noch extra Backstage-Duschen).
Mit Latten zusammengezimmert und mit schwarzer Folie abgetrennt. Klar,
dass an einem sehr heißen Tag die Leute Schlange stehen. Teilweise sinkt
der Druck, wenn gleichzeitig zuviel Wasser entnommen wird. Aber notfalls
behilft man sich halt mit in den Bäumen aufgehängten Wasserkanistern.
Dixie-Klos gibt's recht viele, einige sogar nagelneu. Jeden Morgen werden die Klos geleert
und gereinigt.
Wasserentnahmestellen gibt's an vielen Ecken. Das Wasser selbst ist als Trinkwasser
in Ordnung, allerdings mussten die Schläuche mit Chlor gereinigt werden,
dadurch konnte das Wasser nicht offiziell als Trinkwasser freigegeben werden.
Die 2-Liter-Bottle Mineralwasser kostet knapp 2,50 DM.
Das Angebot des "Supermarktes" ist am Anfang der Woche noch recht spärlich,
es gibt nur Wasser, Brot und Melonen. Das steigert sich jedoch täglich,
am Ende der Woche wird es verschiedene Früchte, Süßigkeiten, Streichhölzer,
Sonnenschutzmittel, Moskitoabwehr, Kondome, Batterien und sogar komplette
Iglu-Zelte geben.
Die Stände haben ein reichliches Angebot an Leckereien, Falafel,
KousKous,... auch Pizza gibt's (prinzipiell jedenfalls, oft sind die Stände
ausverkauft). Es sind auch nicht zu viele Stände zugelassen (obwohl noch
Platz gewesen wäre), der Eindruck der Überkommerzialisierung entsteht
jedenfalls nicht. Leider sind um 5 Uhr früh fast alle Stände geschlossen,
ausgerechnet dann wenn ich meinen großen Heißhunger kriege. Die Stände
sind auch schon dekoriert, nur ein einziger Stand sticht in schlichter,
weißer Imbisswagen-Art unangenehm hervor. Ich glaub, da gibt's Hot Dogs.
Apropos Dogs. Ein Openair praktisch ohne Hunde. Klasse. Ich glaube,
ich habe auf dem ganzen Gelände nur 3 oder 4 Hunde gesehen.
Es gibt ungarische Security-Leute, die praktisch kein Englisch sprechen.
Aber das macht nichts, denn scheinbar ist ihre einzige Aufgabe, das Campinggebiet
zu dem Privatgelände des Schafbauern und der Backstage-Area abzugrenzen.
Ansonsten waren sie freundlich und ruhig. Ganz am Anfang war die Security
noch bewaffnet, doch Shakespeare (der Veranstalter) bestand darauf, dass
die Waffen abgelegt werden.
Müll: Jeden Morgen laufen Leute über den Platz, sammeln den Müll
ein und deponieren ihn an zentralen Stellen. Später kommt dann ne Pferdekutsche
und sammelt all die Mülltüten ein. Klappt ganz gut.
Leute, die kein Geld für den Eintritt haben, dafür aber mithelfen
wollen, können sich am Eingang melden. Die Leute helfen dann beim Aufbau
und beim Müll einsammeln. Dafür brauchen Sie keinen Eintritt zahlen und
bekommen sogar vom Crew-Catering Frühstück und Abendessen.
Beim Crew-Catering-Essen gibt's zwar manchmal ungewöhnliche Speisen,
aber durchaus nicht schlecht. Auch Shakespeare isst dort (der in der Mitte
mit dem weißen T-Shirt).
Solipse-Money: Es gibt ein spezielles Solipse-Money, klein und handlich.
Leider haben dann aber nicht alle Stände dieses Geld akzeptiert. Schade,
dass das nicht funktioniert hat. Ein Hauptgetränke-Stand hat am Anfang
nur Solipse-Geld angenommen. Doch das wusste ich zu dem Zeitpunkt nicht.
Als ich es dem Verkäufer erklärte, dass ich noch kein Solipse-Geld umgetauscht
habe, gab er mir meine Cola und sagte, ich solle das Geld halt irgendwann
später vorbeibringen (was ich dann natürlich auch tat). Schöner Zug.
Der Time-Table ist etwas verwirrend. Der Tag an der Solipse startet
um 12 Uhr mittags. Durchaus korrekt, da es dem normalen Tagesrhythmus eines
Goa-Fraggels entspricht. Laut Programm soll die Musik an der Main-Area
um 2 Uhr nachts starten, aber erst in der Nacht von Dienstag auf Mittwoch.
Das versprochene Kino ist scheinbar ausgefallen, aber es gibt diverse
Workshops, Vorträge und Massagen.
Heute haben wir den Spacegarden fertiggestellt. Am Velque-Messageboard hängen
schon an die 20 Nachrichten. Die wenigsten betreffen die Mailingliste,
viele in fremder Sprache. Witzig, was da abgeht.
Wir haben aber noch keinen Strom im Spacegarden. Nach Einbruch der Dunkelheit
verlegen wir ein provisorisches Kabel, um das Licht zu testen. Der Spacegarden
leuchtet zum erstenmal im schönsten Schwarzlicht, der Öllichtprojektor
blubbert. Im Nu strömen die Leute herein und lassen sich nieder. Doch
nach knapp einer Stunde müssen wir den Strom wieder abstellen und den
Leuten erklären, dass es nur ein Test war. Wir lassen den Spacegarden
die ganze Nacht unbewacht im Dunkeln und es wurde nichts geklaut. Kompliment
(später wurde allerdings noch eine Schwarzlichtröhre geklaut).
Angeblich hat das mit dem Hauptgenerator (von dem die Haupt-PA und
der Spacegarden den Strom bekommen sollte) nicht geklappt. Nun wird der
Strom direkt von einer etwas entfernt gelegenen Stromleitung genommen,
Techniker bauen einen Verteiler auf, außerdem müssen noch zig-Meter von
Starkstromkabeln gelegt werden.
Zwei große Anhänger mit Boxen sind an der Main-Area angekommen. Der
Anblick lässt einen ultrafetten Sound erwarten. Der Bühnenaufbau allerdings
geht nicht so richtig voran, es hatte einen Unfall gegeben. Ein Arbeiter
wurde von einer Strebe schwer am Kopf verletzt und mit dem Hubschrauber
in eine deutsche Spezialklinik gebracht.
Mittlerweile gibt es auch ein Public Phone auf dem Gelände. In einem anderem Zelt soll
ein Internet-Cafe eingerichtet werden, "open soon". Es gibt eine Children-Area
mit Planschbecken und natürlich auch Zelte mit medizinischer Versorgung.
Tagsüber wurde auch das große Zirkuszelt aufgebaut. Nun stellt
man fest, dass die Stützstreben so nah nebeneinander stehen, dass die
riesigen Deko-Objekte nicht mehr reinpassen. Man hätte das Zelt praktisch
um die Deko herumbauen müssen...
Aber egal, ein paar Schwarzlicht-Bilder an der Decke, eine Schwarzlichtkanone,
ein roter Strahler und eine richtig fette Anlage und die Party kann steigen.
Die Leute sind in einer wahnsinnigen Feierlaune, es geht super ab.
Dienstag, 10.8.99
Draußen am Eingang stehen deutsche Polizei-Autos, aber die dürfen
nicht auf das Gelände. Man hört, dass der Zoll auf dem Gelände war und
nicht verzollte Milch eines Crepes-Stand beschlagnahmt hat. So ein Dussel,
die Milch hätte er in Ungarn sogar billiger bekommen. Ansonsten hab ich
nichts von irgendwelchen Polizei-Aktionen gehört.
Letzte Feinarbeiten am Spacegarden, ansonsten Schwitzen, Relaxen, Kräfte
sammeln, Spazieren gehen, viele Leute fahren zum See. Dann endlich Sonnenuntergang,
die Temperatur wird angenehm. Duschen, Umziehen, Abendessen und den
Moskito-Angriff abwehren. Die Moskitos sind nicht mehr so schlimm, vielleicht
weil sie sich ja nun auf mehr Leute verteilen...
Die Bühne ist fertig, die mit Boxen gefüllten Lkw-Anhänger in Stellung
gebracht, man diskutiert noch über die Anbringung der Lichteffekte. Strom
ist da, auch für den Spacegarden. Schon vor Mitternacht beginnt der Soundcheck-DJ
Thomas über die Hauptanlage zu spielen. Leider kein theatralischer, definierter
Beginn. Immer mehr Leute pilgern zur Main-Area, die Stimmung steigt und
in der Nacht geht's dann wahnsinnig gut ab. Ich bin mir nicht sicher, wer
da auflegt, ich glaube DJ Yaniv.
Gegen 4 Uhr zieht ein Gewitter auf. Blitze ringsum, was für ein Anblick.
Anfangs macht's noch Spaß, im Regen zu tanzen. Doch dann wird's mir zu nass
und ich ziehe mich in mein trockenes Zelt zurück, um auch noch ein paar
Stündchen vor der Eclipse zu schlafen.
Mittwoch, 11.8.99
10:00 Uhr, der Himmel ist noch wolkig, aber es reißt mehr und mehr
auf. Wir frühstücken und begeben uns in den Spacegarden. Es läuft noch
Musik an der Main-Arena, einige Tausend Leute tanzen.
11:00 Uhr, die Wolken verschwinden, mehr und mehr blauer Himmel, die
Sonne brennt herunter und trocknet die Wiesen.
11:30 Uhr, die Musik verstummt, wir begeben uns auf die Hügel um die
Main-Area. Auch Shakespeare ist da, er ist total aufgedreht. Ein paar Wolken
ziehen noch schüchtern vorbei, werden aber mit Schreien und Pfiffen vertrieben.
Jubel, wenn die Sonne wieder auftaucht.
12:00 Uhr, auf der Main-Area und den Hügeln darum haben sich zig-tausende
von Leuten versammelt. Man sieht bereits deutlich, wie sich der Mond vor
die Sonne geschoben hat. Noch scherzen wir, dass man doch die schwarze
Mondscheibe mit einem Laser für Werbung missbrauchen könnte. Der Coca-Cola-Schriftzug
in der Sonnenfinsternis...
12:45 Uhr, es ist bereits dämmrig geworden, von der Sonne ist nur noch eine Sichel zu sehen. Der Himmel über uns ist wolkenfrei. Es wird spannend.
12:50 Uhr, innerhalb von Sekunden wird es dunkel. Die letzten 50 % der
Dämmerung werden wie im Zeitraffer durchlaufen. Es wird kurze Zeit ganz
still. Mir läuft es kalt den Rücken herunter und die Tränen stehen mir
in den Augen. Die Korona leuchtet auf.
Die schwarze Scheibe in der Mitte ist so was von schwarz, noch schwärzer
als der schwärzeste Nachthimmel. Das ich diesem Moment erleben darf. Traumhaft
schön. Manche Leute schreien, ein Murmeln, ein Raunen in der Menge. Mystische
Atmosphäre. Vor allem der Horizont! Durch die Wolken in der Ferne hat
sich ein Sonnenuntergangs-Abendrot gebildet. Aber nicht an einer Stelle,
sondern ringsherum. Ein 360-Grad-Abendrot. Wahnsinnig schön! Da steht
man mit Freunden in einer ungarischen Traumlandschaft auf einem kleinen
Hügel, über sich die Eclipse, ringsherum Abendrot und das Ganze inmitten
einer mehrtägigen Goa-Party mit den Freaks aus aller Welt. Ich danke dieser
Welt für das Leben.
12:52 Uhr, ein zaghafter Lichtstrahl blitzt hervor, das Licht wird wieder sanft angedreht. Wir blicken uns gegenseitig in die glücklichen Gesichter und murmeln nur "Wow" oder so was in der Richtung.
13:00 Uhr, es beginnt wieder wärmer zu werden und wir begeben uns langsam
wieder zurück in den Spacegarden.
13:30 Uhr, die Sonne ist schon wieder fast ganz zu sehen. Die Gongs
von Jens Zygar ertönen, dann übernimmt das Star Sounds Orchestra den
Sound-Reaktor.
Am Nachmittag war dann noch Relaxen angesagt.
Heute habe ich die Moskitos kaum bemerkt. Man sagt, dass man nach 3-4
Tagen soviel Moskito-Gift in sich hat, dass man für die Moskitos nicht
mehr so lecker ist und die sich lieber frisches Blut suchen. Da scheint
was dran zu sein.
Nach dem allabendlichen Duschen-Umziehen-Abendessen schaue ich mal beim
Ambient-Zelt, der sogenannten Ethno-Stage (das große Zirkuszelt) vorbei.
Die Musik aus diesem Zelt bekomme ich in meinem Schlafzelt sowieso immer
mit. Der Sound ist abwechslungsreich, aber immer angenehm. Auf jeden Fall
immer ein Trance-kompatibler Sound (z.B. Hip-Hop oder Drum`n`Bass würde
meiner Meinung nach nicht dazupassen). Zudem läuft im kleinen Zirkuszelt
auch fast durchgehend Goa-Trance, an einem Chaishop hab ich auch schon
eine Live-Band gesehen. Es sind also auch immer irgendwo Alternativen geboten.
Nun kommt der Live-Act "Zion Train" auf der Main-Area. Etwas voreingenommen
war ich schon, eine afrikanische Sängerin?? Aber ein Freund riet mir,
dass ich mir den Act anschauen und anhören sollte. Und tatsächlich, diese
kleine, afrikanische Frau hat eine geniale Stimme und eine hochenergetische
Ausstrahlung. "Have you seen the eclipse? What a fantastic eclipse!". Nach
ein paar weiteren, kurzen Sätzen geht's dann aber gut zur Sache. Richtig
guter goa-typischer Bass-Wumms, gepaart mit dieser Stimme, toll. Es liegt
aber auch eine gewaltige Energie in der Luft, wir haben die Eclipse gesehen,
es ist eine lauwarme, sternenklare Nacht und Tausende Freaks aus aller
Welt sind wild entschlossen, super abzufeiern. Und die kleine Afrikanerin
springt auf der Bühne herum und singt "Do you feel the Energy?".
Aber es wird noch besser. Nach diesem Live-Act kommt Tsuyoshi.
Eine riesige, fette Anlage und dazwischen dieser kleine Japaner. Und
dann geht auch noch direkt hinter der Bühne eine Riesen-Sternschnuppe
runter und ein Raunen durch die Menge. WHAT A NIGHT!
Während dann schon wieder die Dämmerung einsetzt, beginnt der nächste
Live-Act, Analog Pussy, eine Gruppe aus Israel. Die Frau im roten Body und
Alien-Sonnenbrille erinnert mich aber eher an eine Japanerin. Sie hüpft wie durchgeknallt auf der Bühne rum und dreht an irgendwelchen Knöpfen. Ahh, das
geht gut ab. Ich begrüße noch die Sonne, aber dann ist mal wieder Pennen
angesagt.
Donnerstag, 12.8.99
Das Internet-Cafe läuft auch noch nicht und das wird auch nichts mehr
werden. Schade, ich hätte Euch gerne von dort schon mal einen Zwischenbericht
gesendet.
Am Abend ist Cosmix angesagt. Der enttäuscht mich allerdings etwas,
da hab ich einen interessanteren Sound erwartet. Dann gegen Mitternacht
der Live-Act Sun Project. Geht wie immer gut ab, aber ich hab die Jungs
halt schon zu oft gehört. Danach übernimmt DJ Scotty den Soundreaktor.
Dieser Name war mir vorher kein Begriff, aber den merk ich mir jetzt. 3 Stunden
DJ Scotty. Was für ein ober-wahnsinniger geiler Sound, und wenn
ich geil sage, dann mein ich diesem Fall auch *geil*. Danach hab ich nicht
mehr soviel mitgekriegt.
Freitag, 13.8.99
Am Morgen regnet es. Das trifft sich ganz gut, dann kann man wenigstens
lang schlafen, ohne von der Sonne im Zelt geröstet zu werden. Am Nachmittag
hört es zwar auf zu regnen, aber es ist noch bedeckt und merklich kühler.
An ein paar stark frequentierten Durchgangspfaden entwickeln sich Schlammpfützen,
am Parkplatz bleiben ein paar Autos stecken. Die Main-Area ist ok, an kritischen
Stellen wurde Stroh gestreut. Am Abend reisen einige ab, andrerseits
kommen wieder einige Leute mit Wochenend-Ticket hinzu.
Es ist bereits 22:00 Uhr und noch keine Musik an der Main-Area, technische
Probleme wegen dem Regen? Gegen 23:00 Uhr hört man den Soundcheck einer
Band, "Karai Örom". Der Soundcheck klang schrecklich und eher nach
einer türkischen Folklore-Band.
Weil mich das so runterbrachte, habe ich an einer Space-Bar einen Space-Drink
namens "Edena" getrunken. So mit Guarana und anderem (legalem) Kräuterzeug.
Soll wach und euphorisch machen. Bin dann davon so müde und menschenscheu
geworden, dass ich mich in mein Zelt zurückzog. Hab dann den Live-Act
"Total Eclipse" verpasst, soll aber gar nicht mal soo toll gewesen sein.
Samstag, 14.8.99
Rückfahrt mit dem Zug, völlig stressfrei. Kann daher leider nicht
berichten, was am Samstag und Sonntag noch abging.
tragt die Sonne im Herzen
*goaman*
created: 21.08.1999
http://goa.pulse.de
back to the Solipse main page