july 31, 1999
Indian Naaschaa
Barendorf, near
Lübeck
germany
Presseecho
Thanks to Olli!
2.8.99
Bild Hamburg
Laute Techno-Party
Lübeck
Jugendliche feierten am Strand von Barendorf (MV) eine Party mit Techno-Musik. So laut, dass sich bei der Polizei in den Ostseebädern auf der
anderen Seite der Lübecker Bucht über 100 Anwohner und Touristen über den Lärm beschwerten.
3.8.99
Ostsee Zeitung
Technoparty sorgte für mehr
als 150 Anzeigen
Veranstalltung von Behörden genehmigt
Tausende junge
Leute vergnügten sich am vergangenen Wochenende bei einer Privatparty
am Barendorfer Strand. Das missfiel Anwohnern und Umweltschützern.
Barendorf. Vier- bis fünftausend junge Leute feierten am Wochenende eine
private Technoparty, die rund 150 Beschwerden wegen Ruhestörung zur
Folge hatte, wie Wolfgang Hagen, stellvertretender Leiter der
Polizeiinspektion Gadebusch, auf OZ-Anfrage mitteilte. Mehr als 100 Anzeigen
kamen aus dem Bereich Neustadt/ Pelzerhagen in Schleswig-Holstein. Am
Ort des Geschehens blieb es aus polizeilicher Sicht außer der Lärmbelästigung
ruhig, lediglich eine Körperverletzung, die ein ausländischer Staatsbürger an
seiner Lebensgefährtin aus Eifersucht verübte, registrierten die Beamten.
Der
Aufforderung, die Musik in der Nacht leiser zu stellen, kamen die Veranstalter
nach, so Hagen. Auch am Sonntag morgen gegen 10 Uhr leisteten die
Verantwortlichen der Forderung, die Musik abzustellen, Folge, obwohl die
Genehmigung noch bis 18 Uhr galt, teilte einer der Veranstalter gegenüber
OZ mit. Die Verärgerungen der Bürger kann er nicht verstehen. "Bei der Travemünder Woche oder beim Powerboat-Rennen kräht kein Hahn danach,"
sagt er. Die notwendigen Genehmigungen seien alle vorhanden, so die
Organisatoren. Das bestätigten auch Petra Rappen, Pressesprecherin des
Kreises, Antje Weiß von der Pressestelle des Umweltministeriums und Heike
Westphal vom Amt "Ostseestrand". Alle Behörden haben ihre
Genehmigungen mit Auflagen erteilt. Die Einhaltung wurde durch das
Ordnungsamt stichprobenartig während der Veranstaltung kontrolliert.
Nach Abschluss der Aufräumphase kontrollieren die Behörden erneut. Trotz
offensichtlich noch vieler Partygäste fingen die Veranstalter gestern an, den
Müll zusammenzu sammeln. Bereits im Vorfeld wurden unter den Leuten
Müllsäcke verteilt. Martin Bauer und Henri Hoppe vom Naturschutzbund sind
erbost, dass nicht genug getan wurde, um die Dünen zu schützen. Obwohl
es verboten war, diese zu betreten, wurde dort die Notdurft verrichtet. Sie sind
der Meinung, solche Vernstaltungen dürften nicht in solch sensiblen Bereichen
stattfinden. Irene Kosanke wollte in Barendorf baden gehen. Sie ist sauer, dass
der ganze Strand abgesperrt wurde. Über die zugeparkten Straßen und den
überall herumliegenden Müll beschwerte sich die Barendorferin Anna Andres.
Außerdem ist sie verärgert, dass die Gemeindevertretung nichts gegendie
Party unternommen hat. Hartwig Eggers, Eigentümer des Parkplatzes, auf
dem gezeltet wurde, kann die Reaktion der Anwohner und Umweltschützer
nicht verstehen. "Die Veranstalter machen alles wieder sauber. Außerdem
sind die Dünen Privateigentum", so Eggers. Auslöser für negative Ereignisse war
seiner Meinung nach eine Gegenparty. Viele Fahrzeuge parkten auf dem
Kolonnenweg. Das führte zuerheblichen Behinderungen der Feuerwehr, die zu
einem Flächenbrand zwischen Barendorf und Groß Schwansee ausrückte.
3.8.99
Lübecker Nachrichten
Lärm von Techno-Party führt zu Proteststurm
Barendorf/Eutin der Lärm einer sogenannten Goa-Party am Strand von Barendorf (Kreis Nordwest-Mecklenburg) hat in der Nacht zu Sonntag Bewohner rund um die Lübecker
Bucht vom Schlaf abgehalten. Auf den Leitstellen der Polizei in Lübeck und Eutin gingen mehrere hundert Anrufe erboster Bürger aus Travemünde,
Niendorf, Timmendorfer Strand, Scharbeutz- Haffkrug und Sierksdorf ein. Bis zum Sonntag morgen seien dröhnende Bässe zu hören gewesen. Auch aus
den Hotels an der Küste kamen Beschwerden von Urlaubern. Bei Südost-Wind hatten sich die Schallwellen einer mehrere tausend Watt starken Musikanlage
ungehindert übers Meer ausbreiten können. Die Polizei hatte nachts keine Möglichkeit gesehen einzuschreiten. Der Eutiner Hauptkommissar Wilhelm
Strehlow, auf einem Campingplatz bei Neustadt selbst Leidtragender, prüft nun die Möglichkeit einer Privatklage gegen die Genehmigungsbehörde und
den Veranstalter in Mecklenburg. 5000 Menschen hatten in Barendorf zu fernöstlichen Klängen von Techno-Musik gefeiert.
2.8.99
Hamburger Abendblatt
Nach stressiger Anreise und einem verkürzten Sonnentag an überfüllten Stränden wurden
viele Urlauber an der Lübecker Bucht zudem um ihre Nachtruhe gebracht. 8.000 Jugendliche feierten am Sonnabend am Strand von Barendorf (Landkreis Nord-west-Mecklenburg) eine Goa-Party. Die Schallwellen aus der
mehrere Tausend Watt starken Musikanlage breiteten sich ungebremst über das Wasser aus und waren noch in den 20 Kilometer entfernten
Ostseebädern Niendorf, Sierksdorf und Grömitz deutlich zu vernehmen. Die Polizei in Eutin und Lübeck registrierte mehrere Hundert Beschwerdeanrufe.
...
3.8.99
Ostholsteiner Nachrichten
Techno-Party in Mecklenburg raubte Ostholsteinern den Schlaf
Der Osten drehte auf
Grömitz/Neustadt/Timmendorf (LN) "So etwas haben wir noch nie erlebt. An
Schlaf war einfach nicht zu denken. Wir wundem uns, dass es niemandem gelungen ist, diese Lärmbelästigung zu verhindern", schimpfte Karin Heinrich, die mit ihrer vierköpfigen Familie den Urlaub in Timmendorfer Strand verbringt. In der Nacht zum Sonntag wurde in den Orten an der Lübecker Bucht nicht nur die Familien Heinrich um den Schlaf gebracht. Eine Techno-Party im mecklenburgischen Barendorf sorgte an der ostholsteinischen Ostseeküste für massive Beschwerden. Vor allem Familien mit Kindern hätten sich über den Lärm beschwert, berichtet der Haffkruger Strandkorbvermieter Uwe Schumacher. Bis 8.30 Uhr am Sonntag seien vor allem "dröhnende Bässe" zu hören gewesen. Mehr
als 150 Telefonanrufe von sich über den Lärm beklagenden Menschen erreichten allein die Leitstelle der Polizeiinspektion Eutin. In jeder Polizeistation seien dutzende von Beschwerden eingegangen, bilanzierte Jan-Wilhelm Strehlow, amtierender Pressesprecher der Polizeiinspektion. Die Schallwellen konnten sich bei Südost-Wind ungehindert über das Wasser der Lübecker Bucht ausbreiten und waren von Timmendorfer Strand bis nach Dahme zu hören. Die Beamten der Eutiner Leitstelle nahmen mit ihren Kollegen von der Leitstelle in Mecklenburg Kontakt auf. Diese konnten aber zunächst nichts ausrichten. Nach deren Aussage gab es eine "uneingeschränkte Ge-nehmigung" des Ordnungsamtes in Dassow für die Techno-Strandparty in Barendorf, bei der gut 5.000 Besucher gezählt wurden. "Die Mecklenburger Polizei habe in der Nacht zum Sonntag keine Möglichkeit gesehen einzuschreiten. Am Sonntag Morgen sei es ihr dann gelungen, ein Verbot durchzusetzen. Die Party sollte Sonntag fortgesetzt werden", erläuterte Strehlow. Der Hauptkommissar selbst fühlte sich durch die aus gut 20 Kilometer Entfernung herüber schwappenden Lärmbelästigungen in seinem Wohlbefinden beeinträchtigt. Er verbrachte
die Nacht auf einem Campingplatz in Rettin. "Es war so, als kämen die Techno-Klänge aus meinem Vorzelt. Alle Campingfreunde standen Kopf." Strehlow prüft die Möglichkeit, privat gegen die Genehmigungsbehörde und den Veranstalter in Mecklenburg vorzugehen. Den Unmut ihrer Gäste bekamen auch Jörg und Uta Haeck im "Hotel Maris" in Haffkrug zu spüren. "Wir waren alle restlos genervt. Da
einige Urlauber überhaupt nicht geschlafen haben, waren sie wie gerädert am Morgen", berichtete Uta Haeck, und weiter: "Zuerst wußten wir gar nicht, wo der Lärm herkommt. Mein Mann vermutete schon einen technischen Defekt am Haus, fand dann aber die eigentliche Ursache."